Logo Museen in Vorarlberg

Neues Museum. Bregenz am Bodensee

Neues Museum. Bregenz am Bodensee


Das alte Museumsgebäude des Vorarlberger Landesmuseumsvereins in der Kaspar Hagen-Straße war in den 1890er Jahren zu klein geworden, sodass Bemühungen um einen Museumsneubau begannen. Die Stadt Bregenz stellte das Grundstück zur Verfügung, Architekt Georg Baumeister verfasste einen Plan. 1902 wurde der Bau durch Baumeister Romedius Wacker aus Bregenz begonnen. 1904 verursachte die Giebelfigur des Sonnenanbeters öffentliche Diskussionen. Im Zuge der Auseinandersetzungen wurde die Entfernung der Figur gefordert, da diese das Sittliche Empfinden störe. Am 8. Juni 1905 fand die feierliche Eröffnung statt. Die Intentionen des Architekten war ohne Nachahmung bestehender Museen ein umfangreiches Bild der Kultur in Vorarlberg von den Pfahlbauern bis auf unsere Zeit vorzuführen. Er beschrieb den Bau wie folgt: Die Außenfassade verwendet Granit, Sand- und Kalkstein, die Rustikaflächen im Sockel und Erdgeschoss sind von Terra nuova. Das Dach ist teils mit verzinktem Eisenblech, teils mit Asbestschiefer eingedeckt, die Rinnen und Ablaufrohre sind Kupfer. Die Fensterrahmen sind von Eisen, die meisten Türrahmen aus echtem Marmor, die Marmortreppe liegt auf Eisenbetonträgern. Die Deckenausführung erfolgte in Eisenbeton, System Hennebique, und war damit feuersicher. Die Fußböden waren als Fliesen, als Marmorterrazo, teils Xylolith und Linoleum ausgeführt, Holzböden wurden aus hygienischen Gründen vermieden. Die Oberfläche des Kellerbodens ist 52 cm über das Mittel der Seehochwasserstände 1853-1890 396,88 m gelegt. Zwischen 1956 und 1960 wurde das Gebäude Otto Gruber im Stil der fünfziger Jahre umgestaltet.



Museum: vorarlberg museum
Objekttyp: Einzelbild Fotografie
Datum: 1905
Masse: Bildmaß: 9 x 13,9 cm
Archivnummer: VM-40
Hersteller: Verlag Stengel & Co