Logo Museen in Vorarlberg

Münzschatz aus dem Schlössle Sonderberg

Münzschatz aus dem Schlössle Sonderberg


Der derzeit größte Münzschatzfund auf Vorarlberger Boden wurde 1986 im Zuge von Neubau/Umbau/Adaptierungsmaßnahmen im Schlösschen Sonderberg bei Götzis entdeckt und geborgen. Ursprünglich dürften die insgesamt 1.267 Silbermünzen wohl in einem Behälter aus organischem Material an der Fundstelle deponiert worden sein. Dieser hinterließ einen kleinen Hohlraum, verfüllt mit feinem Humus. Auffallend ist die Zusammensetzung des Fundes und der teilweise sehr gute Erhaltungszustand. Die Münzen wurden in über 100 Münzstätten geprägt und geben einen groben Überblick über das im Umlauf befindliche Geld jener Zeit. So finden sich neben 809 XV Kreuzer Münzen Leopolds I. und 259 Münzen von schlesischen Fürsten auch Prägungen von England bis Polen und Schweden bis Genua. Als älteste Münze konnte ein Vierteltaler aus Sachsen von 1545 identifiziert werden. Da die jüngsten Exemplare mit 1681 datiert werden können, ist anzunehmen, dass das für damalige Verhältnisse sehr große Vermögen XV Kreuzer betrug der Tagessold eines damaligen Söldners kurz nach diesem Zeitpunkt vergraben worden ist. Bedauerlicherweise liegen die Geschichte der Entstehung und - vielleicht noch interessanter - der Grund für die Vergrabung des Münzschatzes heute noch im Dunkeln.



Museum: vorarlberg museum
Objekttyp: Museumsobjekt dreidimensional
Datum: 16. Jh./ 17. Jh
Archivnummer: VM-32