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Flechtwerkplatte einer Tumba Fragment

Flechtwerkplatte einer Tumba Fragment


Das - auch im weiträumigen Vergleich - sehr große Fragment einer karolingischen Kirchenausstattung, am wahrscheinlichsten diente es als Chorschrankenplatte, die wohl ursprünglich 2,05 m lang war, wurde 1914 in der Kellerwand des abgebrochenen Pfarrhauses in Lauterach sekundär eingemauert gefunden. Vergleichbare Exemplare stammen aus dem ersten großen Münster in St. Gallen, von der Insel Reichenau, aus Chur und aus den Ausgrabungen unter der Klosterkirche Mehrerau. Auch wenn aus dem Fundzusammenhang kein passendes Bauwerk erschlossen werden kann, darf wohl mit einem frühchristlichen Kirchenraum im unteren Vorarlberger Rheintal gerechnet werden. Die Hauptmotive bilden das lateinische Kreuz in der Mitte, umrahmt von Weinblättern stilisierten Blättern und Trauben, und links davon der gestelzte Bogen auf Säulen mit einer Art korinthischem Kapitell, darin ein Palmenblatt. Den seitlichen und oberen Rand bildet ein ornamentales geflochtenes Band, gefüllt mit Weinblättern und Trauben, aufgesetzt ein Kreuz. Die geflochtenen Bänder befinden sich auch im Innern des Kreuzes und des Bogens und dienen als Namengeber für die Platte.



Museum: vorarlberg museum
Objekttyp: Museumsobjekt dreidimensional
Datum: 1. Hälfte 9. Jahrhundert
Masse: Objektmaß: 96 x 124,5 x 7 cm
Archivnummer: VM-28