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Spitzkappe

Spitzkappe


schwarze, kegelförmige, breit ausladende Kopfbedeckung mit weißen Punkten; äußere Hülle: Raupengarn mit Leinenhilfsfaden gestrickt und gefilzt; innen braune bzw. cremefarbene Gabel- bzw. Maschenarbeit

Objektgeschichte: Die Spitzkappe ist eine Kopfbedeckung, die heute zur schwarzen Juppe mit dem schwarzen Mieder getragen wird. Im Bregenzerwald kam sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Mode und verdrängte die Brämenkappe aus der Sonn- und kirchlichen Feiertagstracht. Dass wir heute in der Lage sind, Moden zeitlich nachzuvollziehen, verdanken wir der Porträtmalerei und der Fotographie. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts finden wir weit ausladende Kegeltypen, wie das vorliegende Museumsstück belegt. Damals hatte man die Spitzkappe auch mit dem roten Mieder getragen. Diese Kombination geriet in Vergessenheit, nachdem sich das schwarze Mieder im 19. Jahrhundert durchgesetzt hatte.



Museum: EGG Museum
Objekttyp: Museumsobjekt dreidimensional
Masse: Durchmesser: 30,5 cm; Höhe: 20 cm
Archivnummer: EM-245